Handy-Ticket der Bahn

Das ist das neue Handy-Ticket der Bahn, gibt es seit Ende August. Wir haben das natürlich bei unserem Berlin-Ausflug diese Woche gleich mal ausprobiert. Auf den Handy-Webseiten der Bahn kann man sich per WAP-Browser oder per Opera mini einloggen, die Verbindung aussuchen und das Ticket bestellen. Bezahlt wird per Lastschrift oder Kreditkarte, das Ticket kommt sofort nach der Bestellung per MMS auf das Handy. Das klappt sogar im Auto und in der S-Bahn, wenn man also etwas spät dran ist und nicht das Risiko eingehen will am Schalter oder Fahrkartenautomat anstehen zu müssen ist das recht praktisch. Allerdings kann man nur bis 10min vor der Abfahrt buchen.
Die Buchung hat gut funktioniert, das Ticket kam auch wirklich sofort auf das Handy. Leider kann man pro Bestellvorgang nur ein Ticket für eine Person bestellen. Wenn man also zu zweit fährt muss man die Bestellprozedur zweimal durchgehen und der Zugbegleiter hat natürlich im Zug auch mehr Arbeit damit. Dass es eigentlich auch mit mehr Personen funktioniert zeigt das normale Online-Ticket.
Der Zugbegleichter auf der Hinfahrt nach Berlin wusste auch gleich Bescheid. Ich gab ihm die Handys (Nokia 6230 und Sony Ericsson T610) mit eingeschalteter Displaybeleuchtung in die Hand und er konnte den 2D-Barcode auf Anhieb einscannen. Wir waren positiv überrascht. Ganz anders dann aber auf der Rückfahrt. Wir zeigten die BahnCards und die Handys vor und die ältere Zugbegleiterin schaute und erstmal wartend an. Sie wusste offensichtlich noch nix davon. Wir mussten ihr dann erklären, dass sie das Handy-Display mit ihrem Gerät einscannen muss. So richtig schien sie es nicht zu glauben, sie versuchte es jedenfalls. Sie hielt das T610 etwas ungeschickt vor den Barcode-Scanner, es funktionierte jedenfalls nicht. Dann drückte sie noch auf dem Handy rum, damit die Beleuchtung wieder angeht und tippte dann das Zertifikat ab. Das klappte dann auch zum Glück. Dass der wunderschöne 2D-Barcode dann als Hintergrundbild eingestellt war ließ sich ja leicht wieder ändern. Das 6230 hielt ich ihr dann im richtigen Augenblick vor den Scanner, so klappte das Scannen diesmal gleich.
Es hat also funktioniert. Wäre allerdings nett gewesen, wenn die Zugbegleiter auch gleich Bescheid wüssten und wenn man das Ticket nicht einzeln pro Person bestellen müsste.



Am 16. September 2006 um 09:39 Uhr
Hi Tobias,
Danke für deinen “Erfahrungsbericht”. Ende des Monats werde ich diesen Service auch einmal ausprobieren. Mal sehen, wie es mir ergeht.
Am 22. September 2006 um 12:08 Uhr
Ich werde diesen Service sobald wie möglich auch mal aus probieren. Jetzt weis ich schon mal was mich erwartet.
Gruß
Stefan
Am 5. August 2007 um 20:27 Uhr
hey
diese tickets sind ne feine sache ;o)
diese verschlüsselung der daten in bilder ist nach iso geprägt, also weltweit gleich.
da gibt also auch programme zum lesen und zum schreiben(erstellen) solcher codes.
also bräuchte man nur ein original-ticket, ließt die informationen aus und schreibt sie um… dann neuen code erzeugen und schon kann man kostenlos fahren. müsste bei handy und auch online.buchung funktionieren.
ich habe sogar ein tool fürs handy gefunden, womit man das ganz einfach laden/auslesen/schreiben/speichern kann.
J2MEQRCode: http://www.getjar.com/products/5265/
das gibt es auch für datamatrix http://www.drhu.org/j2me.php
datamatrix wird bei stampit verwendet (digitale briefmarken im datamatrix-form)
wer mag kann mit photoshop auch für das passende aussehen sorgen. bei der bahn-mobil seite kann man sich auch einfach die seite (html-code + alle kleinen bilderchen) herunter laden. (datei-spiechern unter..)
mit bissel html-kenntnisse die adressen der bilder anpassen und das original bild unter die seite machen, so dass es original aussieht.
das dieses bild nun auf dem handy ist, kann es bearbeitet werden und wieder an die ursprungststelle kopiert werden… immer das passende handy-ticket, ohne online zu gehen.
nicht mehr lange und es gibt tools, die auch diese arbeit abnehmen, da muss man dann nur noch die infos eingeben und der rest wird eigenständig erzeugt.
so, das sagt mir jetzt, dass dieser code sehr riskant für bezahlmethoden ist!
zumal alle online-tickets so aussehen (kino, konzert, straßenbahn, etc)
der code wird auch genutzt um narichten, links und co auf die handys zu bringen. in machen artikel in der zeitung ist code als bild an der seite… scannt man ihn ein und ließt ihn aus, dann kommt man z.b. auf die seite des verlages.. als beispiel.
würde mich nicht wundern, wenn da auch mal exploits für den handy-browser dabei sind (straßen schilder, laternen, aufkleber, etc), da diese auch nicht 100% sicher sind.
aber ansonst ist es ne super sachen, oder ;o)))
cu karl
Am 5. August 2007 um 22:24 Uhr
Du kannst dir sicher sein, dass es nicht so einfach ist. Da ist auf jeden Fall eine digitale Signatur in den Handy-Tickets wie auch in den Stamp-It-Briefmarken drin, dass solche Veränderungen ausschließt.
Das Bild oben ist übrigens mein Original-Ticket, also viel Spaß damit
Am 28. Februar 2011 um 10:01 Uhr
Klasse Infos hier, gut gemacht .